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Glossar
Die Fesselung, mit der das meiste japanische Seilwerk beginnt, und um die die meisten Nervenschäden dokumentiert sind.
Gote shibari (japanisch: 後手縛り, englisch: box tie) ist die japanische Fesselung, bei der die Arme hinter dem Rücken fixiert werden, meist mit Wicklungen um Brust und Oberarme. 後手 heißt wörtlich ‘Hinterhand’, also Hände auf dem Rücken. Es ist die Fesselung, mit der das meiste japanische Seilwerk beginnt und auf der alles andere aufbaut.
| Englischer Begriff | Box tie. Im Englischen wird auch das japanische gote unübersetzt verwendet; siehe die Enzyklopädie über japanische Bondage. |
| Wörtlich | 後手 gote = ‘Hinterhand’; 縛り shibari = ‘binden’ |
| Auch bekannt als | Takate Kote, Box Tie, und die Abkürzung TK |
| Kategorie | Bondage, und darin das japanische Seilwerk, das im Westen Shibari heißt |
| Gegenstück | maete (前手): derselbe Gedanke, aber mit den Händen vor dem Körper |
| Größtes Risiko | der Nervus radialis im mittleren Drittel des Oberarms |
Zwei Wörter, größtenteils dieselbe Fesselung. Osada Steve, der in Tokio die Osada-ryu leitet, schreibt, dass gote und takatekote beide für die ganz gewöhnliche Box Tie verwendet werden und dass diese Fesselung einer der wichtigsten Bausteine des Shibari ist. Gote (後手) heißt bei ihm wörtlich ‘Hinterhand’. Takatekote (高手小手) ist ‘hohe Hand, kleine Hand’: Unterarme, die schräg nach oben gebunden sind. Keines der beiden Wörter sagt etwas über Wicklungen um den Rumpf. Das steckt im Gebrauch, nicht im Namen.
Der Name sagt aber schon, wo das Seil liegen soll. Kote ist im Kendo der Unterarmteil, und genau dort gehört auch die erste Wicklung einer Gote hin. Osada Steve führt dafür die Ellenbogen zueinander, damit die Handgelenke nicht gegenüber enden; Seil direkt auf den Handgelenken bringt laut ihm Unbehagen und Schmerz. Die Enzyklopädie über japanische Bondage nennt die komplette Form die Basis der meisten Shibari-Fesselungen, bei der Oberkörper und Arme auf dem Rücken in einem “U” gefangen werden.
Weil eine einzige Fesselung das meiste auf einmal regelt. Die Hände liegen fest, die Arme können nicht nach vorn, und der Rumpf bekommt sofort das Gerüst, an dem der Rest des Abends hängt.
Wenn du gefesselt wirst, sitzt das Gefühl nicht in den Handgelenken, sondern in den Schultern. Du bekommst die Arme nicht mehr nach vorn, und das merkt ein Körper früher als der Kopf. Für den, der bindet, lässt sich die Fesselung verschieben: höher, strammer, oder weit genug für eine halbe Stunde.
Das ist auch genau die Fesselung, um die in der medizinischen Literatur die meisten Nervenschäden dokumentiert sind.
Das mittlere Drittel des Oberarms. Khodulev und Kollegen beschreiben in Cureus zehn Menschen mit Nervenschäden nach japanischer Seilbondage und halten dabei fest, dass die Hände in diesen Fällen oft in einer Box Tie gebunden waren, mit dem Seil im mittleren Drittel des Oberarms. Bei 90 Prozent von ihnen ging es um den Nervus radialis. Sie berichteten von einem tauben Gefühl auf dem Handrücken und Kraftverlust in den Streckern von Handgelenk und Fingern, von leichter Schwäche bis zur vollständigen Lähmung.
Bitte deshalb beim Binden darum, die Finger zu strecken statt zuzudrücken, denn genau diese Strecker fallen als Erste aus. Mach los, sobald der Handrücken taub wird.
Willst du wissen, wie sich so eine Fesselung anfühlt, ohne selbst einen Kurs dafür zu belegen, dann gehört das zu einem BDSM-Date. Auf dieser Seite steht, was vorher besprochen wird und wie weit das Seil an dem Abend geht.
Häufige Fragen
Gote shibari ist die japanische Fesselung, bei der die Arme hinter dem Rücken fixiert werden, meist mit Wicklungen um Brust und Oberarme. Das japanische 後手 heißt wörtlich ‘Hinterhand’. Es ist die Fesselung, mit der das meiste japanische Seilwerk beginnt.
Wenig: Es sind größtenteils zwei Namen für dieselbe Box Tie. Bakushi Osada Steve schreibt, dass Gote (後手, ‘Hinterhand’) nichts über die Armhaltung sagt, während Takate Kote (高手小手, ‘hohe Hand, kleine Hand’) die Unterarme schräg nach oben gebunden voraussetzt. Welches Wort jemand benutzt, hängt vor allem von der Schule ab, an der die Person es gelernt hat.
Im mittleren Drittel des Oberarms, wo der Nervus radialis verläuft. Khodulev und Kollegen beschrieben in Cureus (2023) zehn Menschen mit Nervenschäden nach japanischer Seilbondage; bei 90 Prozent ging es um diesen Nerv, und die Hände waren oft in einer Box Tie. Ein taubes Gefühl auf dem Handrücken oder keine Kraft mehr in den Streckern von Handgelenk und Fingern heißt sofort losmachen.
An Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM, einem Hintergrund als Psychotherapeut und Kursen in Bondage und Shibari. Seilwerk steht auf seiner Ja-Liste, und das Gespräch darüber kommt vorher. Du kannst ihm unverbindlich eine Frage über das Kontaktformular stellen oder erst kostenlos chatten.
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