
Shibari-Fesselung und Connective Kink erklärt: Ästhetik, Vertrauen und tiefe Verbindung. Auch schön als Bondage für Anfänger.

Glossar
Das Seil klemmt sich selbst, solange Zug darauf ist, und fällt auseinander, sobald der wegfällt. Darauf beruht das halbe Handwerk.
Friktion (englisch: friction) ist im Seilspiel eine Stelle, an der das Seil über sich selbst läuft und dadurch liegen bleibt, ohne dass ein Knoten darin ist. Die Klemme entsteht rein aus Reibung zwischen den Strängen. Eine Friktion hält, solange Spannung darauf ist, und lässt los, sobald du diese Spannung wegnimmst.
| Englischer Begriff | Friction, in der Seilwelt auch als zählbares Wort: a friction, frictions. |
| Achtung, falscher Freund | Im normalen Deutsch bedeutet Friktion ‘Reibung’ und übertragen ‘Spannung, Reiberei’. Die Seilbedeutung ist eine Lehnbedeutung aus dem Englischen. |
| Kategorie | Bondage, und darin das japanische Seilwerk, das im Westen Shibari heißt |
| Nicht zu verwechseln mit | einem Knoten, der auch ohne Spannung geschlossen bleibt; und mit dem Kletterknoten friction hitch, der um ein zweites Seil greift |
| Wo du ihr begegnest | in fast jeder Fesselung mit mehreren Wicklungen, von der Double column tie bis zu einem Brustharness |
| Wichtigstes Risiko | eine Friktion, die auf einer Nervenbahn oder auf Knochen landet, denn dort bündelt sich der Druck |
Reibung zwischen zwei Seilstücken tut die Arbeit, die anderswo ein Knoten tut.
Das Material bestimmt, wie viel das bringt. Die Enzyklopädie über japanische Bondage sagt es so: Die Naturfasern greifen leicht ineinander, wodurch die Fesselung durch die Reibung von Schlägen und Wendungen oder durch ganz einfache Knoten zusammengehalten werden kann. Hanf und Jute scheuern, und genau dieses Scheuern ist gewollt. Auf glattem Nylon rutscht derselbe Schlag weg.
In der Knotenlehre ist das Prinzip älter als die Szene. Ein friction hitch aus der Kletterwelt gleitet frei, solange keine Last daran hängt, und beißt sich fest, sobald du daran ziehst. Andere Technik, dieselbe Physik.
Das Wort selbst ist älter als beide. Laut dem Etymologisch Woordenboek van het Nederlands steht frictie im Niederländischen seit 1847 für ‘Reibung’, entlehnt aus dem neulateinischen frictio.
Weil eine Friktion in einer Bewegung wieder weg ist.
Für den, der bindet, ist das Geschwindigkeit. Du legst die Wicklung, ziehst das Seil darunter durch, ziehst an, und der Schlag sitzt. Keinen Knoten aussuchen, kein loses Ende verlieren.
Für den, der festliegt, ist es etwas anderes: Einen Knoten, der unter Last zugezogen ist, bekommst du mit nassen Fingern nicht mehr auf, eine Friktion gibst du eine halbe Sekunde locker und sie ist weg. Das macht bei Panik einen Unterschied, bei Krampf, bei einem Bein, das einschläft.
Und sie verteilt Druck. Khodulev und Kollegen erfassten in Cureus sechzehn Nervenschäden bei zehn Menschen nach Seilbondage; in 81 Prozent der Fälle ging es um den Nervus radialis, und ihre Empfehlung lautet, Techniken zu nutzen, die den Druck gleichmäßig verteilen. Mehrere Stränge nebeneinander mit einer Friktion darauf tun das besser als ein Strang mit einem dicken Knoten.
Eine Friktion ist eine Technik, keine Sicherheitsmaßnahme. An der falschen Stelle sitzt sie genauso fest wie an der richtigen.
Spür, wo die Friktion landet. An der weichen Seite des Oberarms ist das in Ordnung, oben auf dem Knochenhöcker am Oberarm oder direkt auf einem Handgelenk nicht, denn dort drückt sie einen Nerv platt statt eines Seilstrangs. Leg sie auch nicht dorthin, wo die gefesselte Person selbst darauf zu liegen kommt.
Willst du einmal spüren, was Seil macht, ohne selbst einen Kurs dafür zu belegen, dann gehört das zu einem BDSM-Date. Auf dieser Seite steht, was vorher abgesprochen wird und wie weit das Seil an diesem Abend geht.
Häufig gestellte Fragen
Ein Knoten bleibt auch ohne Spannung geschlossen, eine Friktion nicht. Dadurch ist eine Friktion in einer halben Sekunde weg, während ein Knoten, der unter Last zugezogen ist, kaum noch aufzubekommen ist. Dieser Unterschied ist der Grund, dass japanisches Seilwerk vor allem auf Wicklungen und Friktionen beruht und nur sehr wenige Knoten benutzt.
Bei Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung im BDSM und einem Hintergrund als Psychotherapeut. Er arbeitet mit echtem Hanfseil, in dem eine Friktion greift, wie sie soll, und erklärt gern, warum in seinem Seilwerk kaum Knoten sind. Du kannst ihm unverbindlich eine Frage zu Friktion über das Kontaktformular stellen oder erst kostenlos chatten.
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Wo Friktionen in der Praxis landen: Shibari als Verbindung, und die ersten Fesselungen für den Anfang.

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Bondage für Frauen: meine ehrlichen Beispiele, Spiele und Tipps, um sicher mit Seilen, Vertrauen und Hingabe zu spielen.
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Bondage steht auf meiner Ja-Liste, leicht oder fest, mit echtem Hanf. Auf der Service-Seite steht, wie wir vorher absprechen, wie weit das Seil geht.

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Ich bin Victor und ich binde mit echtem Hanf, also mit Seil, das genug scheuert, damit eine Friktion greift. Willst du wissen, wie sich das anfühlt oder warum so wenige Knoten dabei sind? Schick mir eine Nachricht. Keine Verpflichtung, ich schreibe dir in Ruhe zurück.
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