
BDSM-Gigolo-Podcast-Interview: das vollständige Transkript von Podcast #35, in dem Herrin Moria Victor zu Arbeit, Grenzen und Nachsorge befragt.

Glossar
Kein Szenejargon, sondern Alltagssprache, und genau deshalb das Wort, das als Erstes fällt.
Ein No-go (englisch: no go) ist eine Handlung oder Situation, wozu jemand rundheraus Nein sagt, in Alltagssprache statt in Szenejargon. Ein No-go kennt keine Zwischenstufe: Es gilt oder es gilt nicht. In einem Gespräch über BDSM bedeutet No-go dasselbe wie eine harte Grenze.
| Englischer Begriff | no go. Das Englische benutzt dasselbe Wort, und das Cambridge Academic Content Dictionary beschreibt den Ausdruck als “not allowed or not acceptable” |
| Wortart | Substantiv, im Niederländischen ein maskulines de-Wort. Es steht schlicht in der Woordenlijst Nederlandse Taal |
| Das Szenewort dafür | harte Grenze auf Deutsch, hard limit auf Englisch |
| Kategorie | die strengste Art Grenze. Als Eintrag auf einer Liste heißt es ein Limit |
| Keine weiche Variante | ein halbes No-go gibt es nicht. Was doch eine Bedingung zulässt, heißt eine weiche Grenze oder soft limit |
| Wo es meist fällt | mündlich, im Gespräch vorher, und viel seltener auf Papier |
Aus der Alltagssprache, nicht aus der BDSM-Szene.
Die Woordenlijst Nederlandse Taal der Nederlandse Taalunie führt no-go schlicht als niederländisches Substantiv, Aussprache no’ɡo, mit no-gogebied als eigenem Lemma daneben. Also kein Jargon. Aus dem Englischen entlehnt schon: die Wortliste von Bakker und Kollegen auf der Etymologiebank übersetzt es mit “rood licht, stopteken, een nee” und mit “taboe, ontoelaatbaar”.
Im Englischen ist der Weg länger. Der Etymologe Douglas Harper datiert das Adjektiv no-go in der Bedeutung “wo das Betreten verboten ist” auf 1971, davor eine substantivische Wendung aus 1870 für eine Situation, die undurchführbar ist. Diese älteste Schicht ist die, die du in einem Gespräch über Grenzen benutzt: kein Sperrgebiet, sondern etwas, das nicht stattfindet.
Weil du es sagen kannst, ohne zu zeigen, wie viel du von der Szene weißt.
Harte Grenze und hard limit sind Wörter, die du irgendwo nachgeschlagen hast. No-go nicht. Es ist dasselbe Wort, das du auf der Arbeit für eine Deadline benutzt, also klingt es sachlich statt schwer, und genau das nimmt die Hürde weg, an der das Gespräch sonst scheitert. Für jede beteiligte Person bringt es etwas anderes:
Das Wort ist kürzer als das, was es abdecken soll. “Kein Schmerz” ist kein No-go, sondern eine ganze Kategorie, und was du nur laut aussprichst, steht nirgends mehr, wenn du dich zwei Wochen später anders erinnerst. Wer es genau haben will, setzt seine No-gos doch pro Handlung auf eine Dom-Liste oder eine Kinklist.
Meine eigenen No-gos stehen einfach online, auf meinem BDSM-Profil. Sechs Zeilen, keine Erklärung dazu. Willst du deine loswerden, bevor du etwas vereinbarst, dann ist das der erste Teil des Gesprächs. Was bei einem BDSM-Date danach passiert und was nicht, liest du dort.
Häufig gestellte Fragen
Ein No-go ist eine Handlung oder Situation, wozu jemand rundheraus Nein sagt und die deshalb nicht stattfindet. Das Wort kommt aus der Alltagssprache und steht in der Woordenlijst Nederlandse Taal, es ist also kein Szenejargon. In einem Gespräch über BDSM fällt ein No-go mit dem zusammen, was die Szene eine harte Grenze nennt.
Für den Inhalt macht es keinen Unterschied: Ein No-go und eine harte Grenze sind dasselbe. Der Unterschied liegt darin, wo das Wort hingehört. No-go ist Alltagssprache und fällt deshalb leichter in einem ersten Gespräch, harte Grenze ist das Wort, das später in einer Dom-Liste oder einem Vertrag landet.
An Victor, Gigolo in den Niederlanden, Belgien und Deutschland, seit 1990 in BDSM aktiv und ausgebildet als Psychotherapeut. Seine eigenen No-gos stehen mit Namen und allem auf seinem BDSM-Profil, damit du sie lesen kannst, bevor du etwas fragst. Fragen zu No-gos kannst du unverbindlich über das Kontaktformular stellen oder erst kostenlos chatten.
Blog
Diese Seite handelt vom Wort. In diesen drei Artikeln wird es schlicht benutzt: einmal von mir über mich selbst, einmal im Gespräch vor dem Fesseln, und einmal als Abmachung zwischen zwei Zuschauern.

BDSM-Gigolo-Podcast-Interview: das vollständige Transkript von Podcast #35, in dem Herrin Moria Victor zu Arbeit, Grenzen und Nachsorge befragt.

Spreizstange BDSM: wie eingeschränkte Bewegung zu tiefer Hingabe führt. Sicher, mit Vertrauen und ohne Eile entdecken, zusammen mit Victor.

Voyeurismus in Beziehungen: was es ist, warum es Paare erregt, und wie Kommunikation und Vertrauen es sicher machen.
Passender Service
Du musst keine Liste ausfüllen und kein Jargon kennen. Was bei dir nicht passiert, darfst du einfach so aufschreiben, wie du es sagen würdest. Auf der Service-Seite steht, wann das drankommt.

Ein BDSM-Gigolo mit 25 Jahren Erfahrung. Sicher, intensiv, immer in deinen Grenzen. Von sanfter Bondage bis Dominanz. Gigolo buchen? Schreib mir.
Mehr erfahren
Ich bin Victor. Du musst das Wort Grenze nicht benutzen und auch keine Erklärung dazu liefern. Schreib einfach auf, was bei dir ein No-go ist. Fragen darfst du immer, auch wenn du noch zu gar nichts bereit bist.
Closing CTA on /term/no-go, rendered by GlossaryTerm.astro as the last block on the page.
Pairs with the final FAQ item 03-meer-weten.md. Wording kept distinct from
/nl/term/harde-grens/cta.md, /nl/term/grens/cta.md, /nl/term/hard-limit/cta.md and
/nl/term/limiet/cta.md. This body text is never rendered.
Eine Frau oder ein Paar? Schön, dass du da bist, geh einfach weiter.