
Was auf einer Spielparty passiert, wer der DM ist, wie die Hausregeln funktionieren und warum Zusehen die normalste Beschäftigung des Abends ist.

Glossar
Das einzige BDSM-Event, bei dem die Kleidung den Zutritt bestimmt und bei dem Spielen nicht das Ziel sein muss.
Eine Fetischparty (englisch: fetish party) ist eine Ausgehgelegenheit mit einem Dresscode aus Leder, Latex, Lack oder Uniform. Auf einer Fetischparty bestimmt die Kleidung den Zutritt, und nicht, was du vorhast zu tun. Eine Fetischparty ist damit nicht automatisch eine Spielparty: tanzen, zuschauen und reden kann der ganze Abend sein.
| Englischer Begriff | fetish party; die angrenzende Form heißt play party |
| Was den Zutritt bestimmt | der Dresscode, nicht deine Erfahrung |
| Materialien | Leder, Latex, Gummi, Plastik, Nylon, PVC, Spandex, Netzstoff, Edelstahl |
| Nicht dasselbe wie | eine Spielparty, auf der tatsächlich gespielt wird |
| Feste Regel | niemanden und nichts ohne Erlaubnis anfassen, und keine Szene unterbrechen |
| Wozu es gehört | BDSM als soziale Szene, nicht als Praxis |
Weil Fetischkleidung per Definition nicht das ist, was jeder trägt. Die Enzyklopädie über Fetischmode sagt das wörtlich: trägt jeder ein Kleidungsstück, dann kann es keinen Fetischcharakter mehr haben. Die gängigen Materialien sind Leder, Latex, Gummi, Plastik, Nylon, PVC, Spandex, Netzstoff und Edelstahl. Dieselbe Quelle zieht auch eine Grenze, die auf einer Party zählt: Fetischkleidung ist keine Verkleidung. Ein Kostüm ist für die Öffentlichkeit und ohne sexuelle Ladung; Fetischkleidung gehört zu einem intimen Rahmen.
Das erklärt, warum ein Dresscode mehr ist als eine Dorfregel. Er hält nicht Menschen draußen, die nicht dazugehören; er sorgt dafür, dass, wer drinnen ist, dieselbe Abmachung getroffen hat. Wer in gewöhnlicher Kleidung hereinkommt, ist der Einzige, der nichts über sich selbst gesagt hat, und das ist an so einem Abend die schwierigste Position.
Dieselbe Etikette wie auf einer Spielparty, auch wenn nicht gespielt wird. Die Enzyklopädie über Play Parties beschreibt die Einteilung: ein Raum zum Trinken und Reden, ein Raum zum Umziehen und ein Spielraum. Mitmachen ist nicht Pflicht, und die Rolle des Zuschauers ist eine gültige. Was nicht erlaubt ist, ist, jemanden oder jemandes Sachen ohne Erlaubnis anzufassen und eine Szene zu unterbrechen.
Die Regeln werden durchgesetzt, und nicht nur an diesem Abend. Dunkley und Brotto beschreiben in Sexual Abuse, dass Menschen, die wiederholt Grenzen überschreiten, in der Szene als “predatory” gelten und ausgeschlossen werden, bis hin zum Verbannen von Partys, Clubs und Organisationen. Eine Fetischparty ist also eine geschlossene kleine Welt im guten Sinne des Wortes: die Tür funktioniert in beide Richtungen.
Häufig gestellte Fragen
Eine Fetischparty ist eine Ausgehgelegenheit mit einem Dresscode aus Leder, Latex, Lack oder Uniform. Die Kleidung bestimmt den Zutritt, nicht, was du vorhast zu tun. Eine Fetischparty ist deshalb nicht automatisch eine Spielparty: tanzen, zuschauen und reden kann der ganze Abend sein.
Nein. Die Enzyklopädie über Play Parties stellt ausdrücklich fest, dass Mitspielen nicht Pflicht ist und dass die Rolle des Zuschauers eine gültige ist. Was nicht erlaubt ist: jemanden oder jemandes Sachen ohne Erlaubnis anfassen und eine Szene unterbrechen.
Etwas aus Leder, Latex, Gummi, PVC, Nylon, Spandex oder Netzstoff; das sind die Materialien, die die Enzyklopädie über Fetischmode nennt. Eines ist wichtig: Fetischkleidung ist keine Verkleidung. Ein Kostüm ist für die Öffentlichkeit und ohne sexuelle Ladung, Fetischkleidung gehört zu einem intimen Rahmen.
An Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM und einem Hintergrund als Psychotherapeut. Er kann dir sagen, was dich an so einem Abend erwartet und was die Hausregeln in der Praxis bedeuten, damit du nicht als Einzige ohne Erklärung hereinkommst. Unverbindlich eine Frage stellen kannst du über das Kontaktformular oder erst einmal kostenlos chatten.
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