
Was auf einer Spielparty passiert, wer der DM ist, wie die Hausregeln funktionieren und warum Zusehen die normalste Beschäftigung des Abends ist.

Glossar
Ein Wort, das nach mittelalterlichen Gewölben klingt und sich meist als ein ordentliches Zimmer mit stabilen Balken herausstellt.
Dungeon (deutsch: Kerker, oder neutraler Spielzimmer) ist ein Raum, der für BDSM eingerichtet ist. In der enzyklopädischen Wortliste steht es kurz und trocken: ein Zimmer oder Bereich mit BDSM-Ausstattung und Raum für Szenen. So ein Raum kann zu Hause sein, in einem Club, oder stundenweise buchbar.
| Englischer Begriff | Identisch. Dungeon. Das englische Wort ist auch im Deutschen am gängigsten. |
| Auch bekannt als | Kerker und Spielzimmer, das Wort, das Menschen verwenden, wenn sich “Dungeon” zu schwer anfühlt |
| Was drinsteht | Andreaskreuz, Bock, Käfig, Bank, Aufhängepunkte |
| Wo | zu Hause, in einem Club, oder halbtags gebucht |
| Aufsicht auf einem Fest | der Dungeon Monitor, der die Hausregeln durchsetzt |
Möbel, an denen jemand festgemacht werden kann. Das Andreaskreuz ist das häufigste Stück, mit D-Ringen oder Ösen auf Arm- und Knöchelhöhe. Dazu ein Bock oder eine Spankingbank zum Darüberliegen, oft ein Käfig, und Balken oder Ösen an der Decke für Seilarbeit.
Die Übersicht über buchbare Spielräume auf dieser Seite zeigt, wie breit das ausfällt. Von einem gewöhnlichen Schlafzimmer mit einem Sprossenbett und festen Befestigungspunkten bis zu einem freistehenden Häuschen im Wald, drinnen mit einem voll eingerichteten Dungeon und draußen mit einem Kreuz, einer Bondageschaukel, Spankingbänken und einem Pranger. Das Wort deckt beides.
Weil du dort nichts installieren und nichts erklären musst. Ein Augbolzen in einer Mietwohnung ist ein Problem, ein Balken, der schon hängt, nicht.
Wer zum ersten Mal etwas Schweres ausprobieren will, tut das lieber in einem Raum, der dafür gebaut ist, als auf einem Bett, das das nicht aushält. Buchst du bei mir ein BDSM-Date, dann gehört die Wahl eines solchen Raums zu dem, was wir vorher regeln.
Auf einem öffentlichen Fest kommt Aufsicht dazu. Die Wortliste beschreibt den Dungeon Monitor als jemanden, der den Kontakt zwischen den Teilnehmern im Blick behält und die Hausregeln durchsetzt. Der Artikel über Play Parties ergänzt, dass diese Monitore Regeln wie safe, sane and consensual und risk-aware consensual kink überwachen.
Die Einschränkung gehört dazu: ein gebuchter Raum ist nicht dein Raum. Du spielst auf fremder Zeit, mit fremden Regeln, und auf einem Fest mit Publikum dabei.
Öffentliches Spiel. Wofür so ein Raum eingerichtet ist, und was das Gesetz dazu sagt.
Andreaskreuz. Das Möbelstück, das in fast jedem Dungeon steht.
Bock. Das andere klassische Stück, zum Darüberliegen.
Käfig. Der Käfig, für die, die länger weggesperrt werden will.
D-Ring. Der Beschlag, mit dem du dich an den festen Punkten in so einem Raum verbindest.
Exhibitionismus. Warum ein Raum mit Hausregeln der einzige Ort ist, an dem Angeschautwerden mit Einverständnis möglich ist.
Fetischparty. Der Abend mit Kleiderordnung, an dem der Spielraum einem Dungeon ähnelt.
Hausregeln. Was in so einem Raum gilt, und was ein Club bestimmen darf und was nicht.
Kerker. Dieselbe Art Raum unter dem deutschen Wort, mit der Herkunft aus dem lateinischen carcer.
Pranger. Das Möbelstück aus diesem Inventar, das einer echten Strafe nachgebaut ist.
Spielfest (auch Play Party). Der Abend, für den so ein Raum geöffnet wird, wer dann welche Sachen mitbringt, und woher das Wort kommt.
Spielzimmer. Das neutralste der drei Wörter, und warum das zu Hause zählt.
Häufig gestellte Fragen
Möbel, an denen jemand festgemacht werden kann: ein Andreaskreuz, ein Bock oder eine Spankingbank, oft ein Käfig, und Aufhängepunkte in Decke oder Balken. Von einem Schlafzimmer mit festen Befestigungspunkten bis zu einem komplett eingerichteten Raum mit Pranger und Bondageschaukel fällt alles unter das Wort.
Ein Dungeon Monitor behält auf einem Spielfest oder in einem Dungeon den Kontakt zwischen den Teilnehmern im Blick und setzt die Hausregeln durch. Bei größeren Festen wachen diese Monitore über Grundsätze wie safe, sane and consensual und risk-aware consensual kink.
An Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM und einem Hintergrund als Psychotherapeut. Er kennt die buchbaren Räume in den Niederlanden und darüber hinaus und denkt mit, welcher zu deinem Plan passt. Du kannst ihm unverbindlich eine Frage über das Kontaktformular stellen oder erst kostenlos chatten.
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