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Glossar
Nicht wer du bist, sondern was du tust: die Verbform der empfangenden Rolle.
Bottoming (deutsch: die empfangende Rolle ausfüllen) ist das Verb zu Bottom: die Handlung erfahren, die Sensation empfangen und das Tempo von der anderen Person bestimmen lassen. Es beschreibt also eine Tätigkeit, keine Identität. Wer diesen Abend bottomt, kann nächste Woche die andere Seite nehmen.
| Englischer Begriff | Identisch. Bottoming ist die englische Verbform; ein eingebürgertes deutsches Wort gibt es nicht. |
| Gehört zu | Bottom, der Rolle; Bottoming ist, was diese Rolle tut |
| Sagt nichts aus über | Unterwürfigkeit; die Macht kann bei der anderen liegen, muss es aber nicht |
| Wichtigste Fähigkeit | weiter melden, wie es läuft, auch wenn es gut läuft |
Bottomen sieht passiv aus und ist es nicht. Du hältst während des Spiels fest, was du fühlst, du gibst das weiter, und du wachst über die Grenze, die du vorab gezogen hast. Bei einem BDSM-Date ist genau dieses Melden das, worum ich dich bitte, auch wenn es gut läuft.
Wie viel Regie dazugehört, ist von Absprache zu Absprache verschieden. Im äußersten Fall dreht es sich um, und das hat einen Namen: Die Enzyklopädie beschreibt einen Service Top als jemanden, der Sensation oder Kontrolle auf ausdrückliche Anweisung des Bottoms anwendet. Dem gegenüber steht Topping from the bottom: der Hingabe zustimmen und dann doch versuchen, die Szene zu steuern, gegen das abgesprochene Verhältnis. Der Unterschied liegt nicht in der Menge der Steuerung, sondern darin, ob sie abgesprochen ist.
Dabei passiert etwas Messbares. Sagarin und Kollegen nahmen bei achtundfünfzig Teilnehmern rund um eine Session Speichel ab und sahen das Stresshormon Cortisol steigen bei denen, die festsaßen, Reize empfingen und Anweisungen befolgten, während es bei der gebenden Seite gleich blieb. Bei Frauen in der empfangenden Rolle stieg auch Testosteron.
Genau deshalb ist Bottomen anstrengender, als es aussieht, und deshalb verlangt eine Stunde Empfangen danach nach Ruhe. Siehe auch Aftercare.
Häufige Fragen
Bottoming ist das Ausfüllen der empfangenden Rolle: die Handlung erfahren, die Sensation empfangen und das Tempo von der anderen Person bestimmen lassen. Es ist eine Tätigkeit, keine Identität.
Nein. Wer bottomt, hält fest, was er fühlt, gibt das weiter und wacht über die Grenze, die vorab abgesprochen ist. Bei einem Service Top gibt der Bottom sogar die Anweisungen.
An Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM und einem Hintergrund als Psychotherapeut. Wie viel du selbst steuerst, während du empfängst, sprecht ihr vorab ab. Du kannst ihm unverbindlich eine Frage über das Kontaktformular stellen oder erst kostenlos chatten.
Blog
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Ich bin Victor. Wie viel du selbst steuern darfst, während du empfängst, ist eine Frage, die öfter aufkommt, als du denkst. Stell sie ruhig. Keine Verpflichtung, ich schreibe dir in Ruhe zurück.
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