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Glossar
Die einzige Rolle in dieser Welt, die sich bewusst danebenstellt, statt mitzumachen.
Ein BDSM-Mentor (englisch: identisch) ist ein erfahrener BDSMler, der jemandem mit weniger Erfahrung mit Rat und Erklärung weiterhilft. Mentoren spielen meist nicht mit ihrem Mentee. Die Begleitung ist vom Spiel getrennt. Was der Mentee wissen will, bestimmt, worum es im Gespräch geht.
| Englischer Begriff | mentor, identisch. Beide Sprachen sind nach derselben Figur aus Homers Odyssee benannt |
| Die andere Person heißt | Mentee, das gängige Wort für die begleitete Person |
| Kategorie | Begleitung innerhalb der BDSM-Welt, und ausdrücklich keine Rolle in einer Szene |
| Nicht zu verwechseln mit | einem Dominant, der mit dir spielt, und einem DM, der auf einer Party aufpasst, statt jemanden persönlich zu begleiten |
| Wo du einen findest | bei ehrenamtlichen Organisationen mit einem Mentorenprogramm, bei Vereinen und auf Treffen |
| Wichtigste Falle | jemand, der sich Mentor nennt, aber einen Spielpartner sucht |
Aus der Odyssee, über einen französischen Roman von 1699.
Das Etymologisch Woordenboek van het Nederlands führt mentor auf das französische mentor von 1749 zurück, benannt nach Méntōr, einem Freund des Odysseus. In Homers Heldenepos nimmt die Göttin Athene dessen Gestalt an und wird so zum Ratgeber des Telemachos, des Sohnes, der zurückbleibt. Zum Gattungsnamen wurde der Name erst nach dem didaktischen Roman Aventures de Télémaque von François Fénelon aus dem Jahr 1699. Im Niederländischen ist mentor erstmals 1734 belegt.
Weil du das nicht mal eben bei deinem Hausarzt oder deiner Schwester nachfragst.
Benjamin Graham und Kollegen ließen in The Journal of Sex Research 48 Mitglieder von BDSM-Gemeinschaften selbst benennen, was ihre Gemeinschaft für sie tut. Aus den 133 Antworten ergaben sich fünfzehn Kategorien, darunter Akzeptanz, Sicherheit und das Teilen von Wissen. Genau wofür ein Mentor da ist.
Für jemanden, der anfängt, spart ein Mentor vor allem Suche. Du musst nicht alles selbst herausfinden und kannst eine dumme Frage stellen, ohne dass ein Date daran hängt. Für jemanden, der mentort, ist es eine Möglichkeit, Erfahrung weiterzugeben, ohne Spiel daraus zu machen.
In derselben Studie nannten die Teilnehmer auch Nachteile, etwa Konflikte untereinander. Ein Mentor hat einen eigenen Geschmack, ist keine neutrale Instanz und ersetzt keine professionelle Hilfe.
Meist per Mail, anonym und mit scharfen Grenzen für das, was der Mentor tut.
Stichting Info BDSM, ein ehrenamtlicher Verband aus den Niederlanden und Flandern, der seit 2011 besteht, nennt einen BDSM-Mentor einen erfahrenen Kollegen, der über BDSM viel gelesen und nachgedacht hat und den Mentee von diesem Vorsprung profitieren lässt. Ein Resonanzboden also, kein Lehrer. Ihre Arbeitsweise sagt genauso viel darüber, was ein Mentor nicht ist: keine Treffen in echt, keine Sessions, kein Dating- oder Matching-Dienst, und der Mentee entscheidet selbst, wann es aufhört.
Das lief einmal anders. Der Anthropologe Matthew D. Johnson beschreibt, wie die offenen Aufklärungstreffen, die nach 1970 aufkamen, an die Stelle des engen Mentorentums davor traten, und dass viele diesen Verlust bedauerten.
Innerhalb dieses Glossars erklärt BDSM, worin ein Mentor dich einführt, und Kinkster handelt von dem Label, das du dir selbst gibst, sobald das gelungen ist. Daneben bringt Stichting Info BDSM ihre Methode zu Papier, der einzige niederländischsprachige Ort, an dem diese Prinzipien ausgeschrieben stehen.
Ein Mentor erklärt, ich mache mit. Das ist der Unterschied. Willst du es lieber in der Praxis lernen als per Mail, dann steht auf der Seite über das BDSM-Date, was vorher abgesprochen wird.
Ein Mentor ist der Zugang zu BDSM selbst. Jemand, der dir diese Welt erklärt, bevor du hineingehst.
Häufige Fragen
Ein Mentor ist ein erfahrener BDSMler, der jemandem mit weniger Erfahrung mit Rat und Erklärung weiterhilft, meist ohne dass zusammen gespielt wird. Wer begleitet wird, heißt Mentee. Es geht um Fragen, nicht um Sessions.
Über eine ehrenamtliche Organisation mit einem Mentorenprogramm, oder über einen Verein oder ein Treffen, wo Menschen sich schon länger kennen. Stichting Info BDSM, seit 2011 in den Niederlanden und Flandern aktiv, arbeitet per Mail und anonym, schließt Treffen in echt aus und bietet keine Sessions an. Letzteres ist gleich der beste Test: Wer Begleitung anbietet und dabei einen Spielpartner sucht, ist kein Mentor.
An Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM und ausgebildet als Psychotherapeut. Er ist kein Mentor im strengen Sinn, denn er spielt ja mit, aber eine Frage dazu, wo du anfangen sollst, beantwortet er, ohne dass du etwas vereinbarst. Stell deine Frage über das Kontaktformular oder geh erst kostenlos chatten.
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Ich bin Victor. Ein Mentor bin ich nicht, denn ich spiele ja mit, aber die Frage, wo du anfangen sollst, bekomme ich so oft, dass ich gern mitdenke. Schreiben kostet nichts und verpflichtet dich zu nichts.
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