
Cane BDSM erklärt: Arten von Canes, Caning-Technik, Sicherheit und warum Vertrauen der echte Kick ist. Victor teilt seine Erfahrung.

Glossar
Der leichteste Gegenstand im Schrank, und der Gegenstand mit dem kleinsten Fehlerspielraum.
Cane (deutsch Rohrstock, in der Szene auch cane) ist ein dünner, biegsamer Stock zum Schlagen, meist aus Rattan. Er ist nicht mit einem Spazierstock zu verwechseln, der viel dicker und steifer ist. Ein Cane gibt einen scharfen, gebündelten Schmerz auf einer schmalen Linie und hinterlässt einen typischen Striemen.
| Englischer Begriff | Identisch. Cane; die Handlung heißt Caning. Siehe den Enzyklopädie-Eintrag. |
| Material | meist Rattan, daneben Bambus, Glasfaser oder Acryl |
| Worauf | der fleischige untere Teil des Pos, manchmal die Oberschenkel |
| Was er gibt | einen scharfen Stich, der danach weiterbrennt, und Striemen |
| Herkunft | der dünne Rohrstock war das Standardwerkzeug für Schulstrafen in England und Wales |
| Wichtigste Grenze | das Steißbein und die Hüftknochen |
Rattan sieht aus wie Bambus, ist aber etwas ganz anderes. Es geht um rund sechshundert Arten kletternder Palmen, und der Unterschied, der hier zählt, steht kurz in der Beschreibung des Materials, anders als Bambus sind Rattanstängel nicht hohl.
Massives Material biegt sich durch, statt zu brechen, und federt danach zurück. Das ist genau das, was ein Schlagstock tun soll.
Dieselbe Beschreibung zeigt auch die historische Linie: dünne Rohrstöcke waren das Standardinstrument für Körperstrafen an Schulen in England und Wales, und werden dafür noch immer in Malaysia, Singapur und einigen afrikanischen Ländern benutzt. Schwerere Stöcke, ebenfalls aus Rattan, kommen bei gerichtlichen Körperstrafen zum Einsatz.
Bambus ist hohler und splittert leichter. Glasfaser und Acryl biegen sich weniger und schlagen bei gleichem Schwung härter durch, was sie unnachgiebiger macht für jemanden, der noch am Lernen ist.
Die Enzyklopädie fasst die Empfindung zusammen als scharfen Stich, gefolgt von einem anhaltenden brennenden Nachglühen, mit Striemen, die von leicht bis kräftig reichen können. Dieser zweistufige Effekt ist typisch: die erste Sekunde ist scharf, und erst danach steigt die Wärme auf.
Der Cane gehört zu der Handvoll Gegenstände, die eigens für diesen Zweck gemacht werden, neben dem Paddle, dem Gürtel und der Tawse. In derselben Übersicht steht auch die einzige harte Grenze, die alle teilen: beim Schlagen, erst recht mit Werkzeug, muss man große Sorgfalt darauf verwenden, das Steißbein und die Hüftknochen zu vermeiden.
Sieh den Stock nach, bevor du ihn nimmst. Ein Riss im Rattan oder ein Ende, das ausgefranst ist, schneidet, statt zu schlagen, und das merkst du erst hinterher.
Sonst ist die Dicke dein Freund. Ein dickerer Stock verteilt dieselbe Kraft über eine breitere Linie und ist damit nachsichtiger als ein dünner Rohrstock. Wer anfängt, fängt dick an.
Fragst du auf einem BDSM-Date danach, dann nehme ich am Anfang bewusst den dickeren Stock und baue die Kraft erst auf, sobald dein Körper zeigt, dass er mitkann.
Häufig gestellte Fragen
Weil Rattan massiv ist. Anders als Bambus sind Rattanstängel nicht hohl, also biegt sich der Stock durch und federt zurück, statt zu brechen. Bambus splittert leichter, und Glasfaser und Acryl biegen sich weniger und schlagen bei gleichem Schwung härter durch. Ein dickerer Stock ist außerdem nachsichtiger als ein dünner Rohrstock.
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