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Glossar

Waterboarding

Ein Wort aus der Folterkammer, das manchmal als einvernehmliches Edgeplay auftaucht, und warum die Physiologie sich nichts um Vertrauen schert.

Was ist Waterboarding?

Waterboarding (Deutsch: kein eigenes Wort) ist ursprünglich eine Foltermethode, bei der jemand gefesselt liegt, ein Tuch über Mund und Nase bekommt und Wasser darüber gegossen wird, sodass die Luft abgeschnitten wird und ein Ertrinkungsgefühl entsteht. In der Kink-Szene versuchen manche eine einvernehmliche Form, als extremes Edgeplay. Die körperlichen Risiken bleiben dieselben.

Englischer Begriffidentisch, waterboarding; auch controlled drowning
Auch bekannt alsdie Methode heißt auf Französisch chiffon; es ist eine Form des Erstickens mit Wasser
Kategorieursprünglich Folter; in der Szene extremes Edgeplay innerhalb von BDSM
Nicht zu verwechseln mitmilder Atemkontrolle, bei der du noch kommunizieren und aufhören kannst
Anerkannt alsFolter, durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und den UN-Ausschuss gegen Folter
Wichtigstes RisikoErtrinken, Laryngospasmus, Hirnschäden durch Sauerstoffmangel und der Tod

Was Waterboarding ist, und woher es kommt

Waterboarding ist in erster Linie ein Folterinstrument. DIGNITY, das dänische Institut gegen Folter, beschreibt es als eine der ältesten und bekanntesten Formen der Folter, bei der eine gefesselte Person ein Tuch über Mund und Nase bekommt und mit Wasser übergossen wird, das den Luftstrom abschneidet. Es ist eine Form des Erstickens, und das Institut nennt das Erleben des Ertrinkens eine der traumatischsten Erfahrungen, die ein Mensch durchmachen kann.

In einem Kink-Kontext versucht ein Einzelner eine einvernehmliche Variante, als das Äußerste von Wasser- und Atemspiel. Die Enzyklopädie beschreibt die Wirkung nüchtern: Das Wasser über den bedeckten Atemwegen erzeugt die Empfindung des Ertrinkens. Dass es ein Wort für den einvernehmlichen Gebrauch gibt, ändert nichts an dem, was im Körper geschieht.

Warum Waterboarding so gefährlich ist

Die Gefahr liegt in Reflexen, die du nicht abschalten kannst. Laut dem StatPearls-Kapitel über Ertrinken beginnt das Ertrinken mit Panik und einem unwillkürlichen Atemreiz, danach setzt Sauerstoffmangel ein, und sobald Wasser die unteren Atemwege erreicht, folgen Aspiration und ein reflexartiger Laryngospasmus. Bewusstlosigkeit tritt bei den meisten Menschen binnen zwei Minuten ein, und irreversible Hirnschäden binnen vier bis sechs Minuten.

DIGNITY zählt die körperlichen Folgen von Waterboarding auf: neben Beinahe-Ertrinken unter anderem Unterkühlung, Aspirationspneumonie, Laryngospasmus, Gedächtnisverlust, Epilepsie, akute Hirnschäden und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die psychischen Folgen reichen von Panikattacken und Depression bis zu posttraumatischem Stress. Die Enzyklopädie fügt den schärfstmöglichen Punkt hinzu: Wird das Wasser ununterbrochen gegossen, führt es zum Tod durch Ersticken.

Warum Menschen es trotzdem suchen

Der Reiz lässt sich erraten: Es ist die ultimative Hingabe, die Grenze, an der die Kontrolle vollständig aus der Hand gegeben wird. Für den, der Edgeplay sucht, gibt es kaum etwas, das weiter geht.

Genau da liegt das Problem. Hingabe funktioniert nur, wenn darunter ein Fangnetz liegt, und bei Waterboarding ist dieses Fangnetz nicht da. Du kannst nicht reden und nicht atmen.

Zu zeigen, dass es zu weit geht, gelingt ebenso wenig, und die Reflexe, die dich schützen sollten, sind gerade die Reflexe, die dich verletzen. Der Grund, es zu wollen, wiegt nicht auf, was es anrichten kann.

Was Waterboarding nicht ist

“Mit genug Vertrauen ist eine einvernehmliche Version sicher.” Die Physiologie schert sich nicht um Vertrauen. Laryngospasmus, Aspiration und Sauerstoffmangel passieren, ob du dem anderen nun vertraust oder nicht, und ein Herzstillstand durch Sauerstoffmangel kündigt sich nicht ordentlich an.

“Es ist einfach eine heftige Form von Atemspiel.” Milde Atemkontrolle lässt Raum zum Aufhören und Kommunizieren. Waterboarding nimmt genau diesen Raum weg: Sobald das Wasser läuft, gibt es keine Stoppgeste, die rechtzeitig kommt, denn Mund und Atemweg sind besetzt.

Was ich davon mitbekomme

Das ist eines der wenigen Dinge, zu denen ich ohne Zögern Nein sage. Ich bin Victor, Gigolo mit über fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM, und ich mache vieles, aber das nicht. Der Grund ist einfach: Es gibt keine Version von Waterboarding, in der ich die Sicherheit garantieren kann, und Spiel, das ich nicht sicher halten kann, mache ich nicht. Alles kann besprochen werden, nichts muss, und gerade deshalb darf eine Grenze auch auf meiner Seite liegen.

Was du wissen musst, bevor du das erwägst

  • Versteh, dass das ursprünglich Folter ist, kein Spiel, das zufällig heftig ist, und dass der anerkannte Folterstatus genau um diese Folgen geht.
  • Rechne damit, dass sich die schützenden Reflexe nicht wegtrainieren lassen. Würgen, Laryngospasmus und Panik gehören zum Körper, nicht zu mangelnder Übung.
  • Wisse, dass ein Safeword hier nicht funktioniert, weil du in dem Moment, in dem du aufhören wolltest, weder sprechen noch atmen kannst.
  • Such für den Reiz der Hingabe eine Form, in der du sehr wohl kommunizieren und atmen kannst, und besprich das mit jemandem mit Erfahrung, statt es selbst auszuprobieren.
  • Ruf bei Atemnot, anhaltendem Husten oder Verwirrtheit nach Wasseraspiration 112 an, denn eine Lungenentzündung oder Sauerstoffmangel kann sich erst Stunden später zeigen.

Mehr über Waterboarding lesen

Auf dieser Seite steht Edgeplay für das breitere Spiel am Rand, und Atemkontrolle erklärt die viel vorsichtigere Form des Atemspiels, mit den Risiken, die schon dazugehören. RACK beschreibt den Rahmen, in dem die Szene solche Risiken abwägt.

Außerhalb dieser Seite gibt das DIGNITY-Informationsblatt über Waterboarding das medizinische und juristische Bild, und das StatPearls-Kapitel über Ertrinken beschreibt genau, was im Körper geschieht.

Wo das auf meiner Seite passt

Waterboarding biete ich nicht an, und das ändert sich nicht. Reizt dich der Gedanke an vollständige Hingabe aber doch, dann gibt es darin viel zu entdecken, auf eine Weise, bei der du weiter atmen und jederzeit aufhören kannst.

Auf der Seite über das BDSM-Date steht, wie ich intensives Spiel aufbaue mit Grenzen, die bestehen bleiben. Zweifelst du, wo deine Grenze liegt? Frag mich ruhig zuerst.

Quellen

  • Waterboarding, DIGNITY Fact Sheet Health #5. DIGNITY, das dänische Institut gegen Folter. Liefert die Beschreibung als eine der ältesten Formen der Folter und des Erstickens mit Wasser, die Anerkennung als Folter durch den EGMR und den UN-Ausschuss gegen Folter, und die körperlichen und psychischen Folgen bis hin zu Hirnschäden und posttraumatischem Stress.
  • Drowning: Clinical Management. Gianfrancesco & Sternard, StatPearls Publishing, 2025. Liefert die Physiologie des Ertrinkens: Panik, Sauerstoffmangel, Aspiration und reflexartiger Laryngospasmus, Bewusstlosigkeit binnen zwei Minuten und irreversible Hirnschäden binnen vier bis sechs Minuten.
  • Waterboarding. Wikipedia. Liefert die Beschreibung als eine Form der Folter, die die Empfindung des Ertrinkens erzeugt, und die Feststellung, dass ununterbrochenes Gießen zum Tod durch Ersticken führt.

Verwandte Begriffe

  • BDSM. Die Säule: Spiel mit Macht, Sensation und Hingabe, dessen äußersten und gefährlichsten Randbereich Waterboarding berührt.
  • Edgeplay. Spiel, das bewusst am Rand des Risikos liegt, wovon Waterboarding das extremste Beispiel ist.
  • Atemkontrolle. Die viel vorsichtigere Form des Atemspiels, in der Kommunizieren und Aufhören noch möglich sind.
  • RACK. Der Rahmen des risikobewussten Spiels, der fragt, ob ein Risiko wirklich überschaubar ist; bei Waterboarding lautet die Antwort nein.
  • Safeword. Das Sicherheitsventil, das überall gilt, außer gerade hier, weil du es nicht benutzen kannst.

Häufig gestellte Fragen

Was Menschen noch zu Waterboarding fragen.

  1. Was ist Waterboarding?

    Waterboarding ist ursprünglich eine Foltermethode, bei der jemand ein Tuch über Mund und Nase bekommt und mit Wasser übergossen wird, sodass die Luft abgeschnitten wird und ein Ertrinkungsgefühl entsteht. In der Kink-Szene versuchen manche eine einvernehmliche Form, aber die körperlichen Risiken bleiben dieselben.

  2. Ist Waterboarding sicher, wenn es mit Vertrauen geschieht?

    Nein. Die Physiologie schert sich nicht um Vertrauen: Laryngospasmus, Aspiration und Sauerstoffmangel passieren so oder so, und ein Herzstillstand durch Sauerstoffmangel kündigt sich nicht an. Waterboarding ist als Folter anerkannt und kann zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen.

  3. Was ist der Unterschied zur Atemkontrolle?

    Bei milder Atemkontrolle kannst du noch kommunizieren und aufhören. Waterboarding nimmt genau diesen Raum weg: Sobald das Wasser läuft, gibt es keine Stoppgeste, die rechtzeitig kommt, denn Mund und Atemweg sind besetzt. Es ist keine schwerere Variante desselben Spiels, sondern etwas von einer anderen Ordnung.

  4. An wen kannst du dich mit Fragen zu Waterboarding wenden?

    An Victor, Gigolo mit über fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM. Das macht er nicht, aber über den Wunsch hinter solcher Hingabe, und was sehr wohl sicher geht, denkt er gern mit. Frag unverbindlich über das Kontaktformular oder über kostenlos chatten.

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Noch Fragen zu Waterboarding?

Ich bin Victor, Gigolo mit über fünfundzwanzig Jahren Erfahrung in BDSM. Das mache ich nicht, aber über den Wunsch hinter solcher Hingabe rede ich gern, und ich denke mit dir mit, was sehr wohl sicher geht. Stell deine Frage ruhig, ganz unverbindlich, dann melde ich mich in Ruhe bei dir zurück.

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