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Glossar

Orgasmusplan

Wann Kommen erlaubt ist und wann nicht, steht vorher fest. Die Spannung liegt im Warten.

Was ist ein Orgasmusplan?

Orgasmusplan (Englisch: orgasm schedule) ist ein vorab festgelegter Plan, in dem steht, wann jemand kommen darf und wann nicht. Es ist eine strukturierte Form der Orgasmuskontrolle innerhalb einer D/s-Beziehung, in der die dominante Person die Entscheidungsgewalt über den Orgasmus in einen festen Rhythmus gießt, zum Beispiel einmal pro Woche oder nur auf Erlaubnis.

Englischer Begrifforgasm schedule
Kategorieeine Form der Orgasmuskontrolle innerhalb von D/s
Der Kerneine Absprache, die festlegt, wann Kommen erlaubt ist und wann nicht
Wer entscheidetdie dominante Person, innerhalb dessen, was vorher abgesprochen ist
Verwandt mitOrgasmusentzug, Edging und Keuschheit
VoraussetzungEinverständnis, ein Safeword und die Möglichkeit, die Absprache anzupassen

Wie ein Orgasmusplan funktioniert

Ein Orgasmusplan macht aus Orgasmuskontrolle einen Rhythmus. Statt jedes Mal einzeln zu entscheiden, spricht ein Paar ab, dass die submissive Person zum Beispiel nur am Wochenende kommen darf, oder erst nach einigen Tagen Warten, oder ausschließlich mit ausdrücklicher Erlaubnis. Solche Absprachen fallen unter das, was die Forscherin Jennifer Rehor in ihrer Umfrage unter gut 1.500 Frauen aus der Kink-Gemeinschaft die Kategorie Entzug nennt, zu der erzwungene Keuschheit und Orgasmuskontrolle ausdrücklich gehören; fast zwei Drittel machten selbst mit.

Warum Menschen es machen

Der Reiz liegt in der Hingabe und im Warten. Für die submissive Person macht der Plan aus dem Orgasmus etwas, das du dir verdienst, statt etwas, das du dir nimmst, und gerade dieser Aufschub lädt die Spannung auf. Für die dominante Person liegt der Genuss in der Entscheidungsgewalt, etwas, das dazu passt, wie Machtspiel für Dominante wirkt.

Das ist einvernehmliches Spiel, kein Zwang. Es steht und fällt mit Einverständnis, einem Safeword und der Absprache, dass der Plan angepasst werden kann, und langer Aufschub verlangt Aufmerksamkeit für Komfort und Nachsorge.

Wo das auf dieser Seite passt

Machtspiel rund um Kontrolle und Hingabe gehört zu dem, was ich mit Frauen erkunde, immer innerhalb von Absprachen, die wir vorher treffen. Ein Orgasmusplan ist davon eine intime, durchdachte Form. Willst du wissen, wie ich mit solchen Absprachen arbeite, dann schau beim BDSM-Date. Fang zur Not mit einer Nachricht an, dann tasten wir es zusammen ab.

Quellen

  • Sensual, Erotic, and Sexual Behaviors of Women from the “Kink” Community. Jennifer Eve Rehor, Archives of Sexual Behavior, 44(4), 825–836, 2015. Liefert, dass 64,75 Prozent der 1.580 befragten Frauen aus der Kink-Gemeinschaft selbst an der Kategorie Entzug teilnahmen, zu der der Fragebogen erzwungene Keuschheit und Orgasmuskontrolle ausdrücklich zählt.
  • Orgasm control. Wikipedia. Liefert die Umschreibung von Orgasmuskontrolle als Sammelbegriff für das Erzwingen, Verweigern, Hinauszögern oder Verlängern eines Orgasmus, die breitere Praxis, von der ein Orgasmusplan eine strukturierte Form ist.

Verwandte Begriffe

Ein Orgasmusplan ist eine geplante Form der Entscheidungsgewalt über den Orgasmus. Die Begriffe unten liegen darum herum.

  • Orgasmuskontrolle. Die übergeordnete Absprache, dass jemand anderes bestimmt, ob, wann und wie du kommst, wovon ein Orgasmusplan die geplante Variante ist.
  • Orgasmusentzug. Das bewusste Ausbleiben des Orgasmus, oft das Herz eines Plans.
  • Edging. Immer wieder bis kurz vor den Orgasmus bringen und dann aufhören.
  • Keuschheit. Das Vorenthalten sexueller Befriedigung, das oft mit einem Plan durchgesetzt wird.
  • D/s. Die Dominant-submissiv-Dynamik, in die ein Orgasmusplan gehört.

Häufige Fragen

Fragen zu diesem Begriff

  1. Was ist ein Orgasmusplan?

    Ein Orgasmusplan ist ein vorab festgelegter Plan, wann jemand kommen darf und wann nicht. Es ist eine strukturierte Form der Orgasmuskontrolle innerhalb einer D/s-Beziehung, in der die dominante Person die Entscheidungsgewalt über den Orgasmus in einen festen Rhythmus gießt, zum Beispiel nur auf Erlaubnis.

  2. Was ist der Unterschied zum Orgasmusentzug?

    Orgasmusentzug ist das bewusste Ausbleiben des Orgasmus. Ein Orgasmusplan ist breiter: er legt in einem Rhythmus fest, wann Kommen erlaubt ist und wann nicht, also sowohl die Momente der Enthaltung als auch die erlaubten Momente. Beide fallen unter Orgasmuskontrolle, mit Einverständnis und einem Safeword als Voraussetzung.

  3. An wen kannst du dich mit Fragen zu einem Orgasmusplan wenden?

    An Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung im BDSM und einem Hintergrund als Psychotherapeut. Machtspiel rund um Kontrolle und Hingabe erkundet er gern, immer innerhalb von Absprachen, die vorher getroffen werden, mit einem Safeword. Du kannst ihm eine Frage über das Kontaktformular stellen oder erst mal kostenlos chatten.

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Noch Fragen zu einem Orgasmusplan?

Ich bin Victor. Machtspiel rund um Kontrolle und Hingabe erkunde ich gern, immer innerhalb von Absprachen, die wir vorher treffen. Frag ruhig, wie das funktioniert, keine Verpflichtung, ich schreibe dir in Ruhe zurück.

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