Dein Szenario, dein Tempo
Wie teilst du eine Fantasie mit einem Gigolo?
Wie du eine Fantasie teilst, auch wenn du sie dich kaum zu sagen traust.
Wie teilst du eine Fantasie mit einem Gigolo? Eine Fantasie zu haben ist leicht, sie laut auszusprechen fast nie. Ist deine zu extrem, wie gibst du ein Szenario durch, und darfst du um ein bestimmtes Outfit oder ein Rollenspiel bitten. Ich beantworte es unten, und nein, ich erschrecke nicht so schnell. Was alles möglich ist, liest du auf der Seite über Szenarien.
Was ist ein Mystery Date, und bleibt es sicher, wenn ich gerade nicht alles vorher wissen will?
Ein Mystery Date ist ein Treffen, bei dem du vorher nicht alle Details kennst: der Ort, das Szenario oder der Moment, an dem etwas kippt, bleibt eine Überraschung. Genau da steckt die Spannung, und das ist auch gleich die Frage, die du stellst.
Es bleibt sicher, weil sich die Überraschung immer innerhalb der Rahmen abspielt, die du vorher vorgegeben hast. Du sagst, was ganz sicher nicht passiert; ich fülle aus, was darin passt. Das Stoppwort gilt den ganzen Abend und setzt alles sofort still.
Du wählst also nicht zwischen Überraschung und Kontrolle. Du gibst die Ausgestaltung aus der Hand und behältst die Grenzen selbst.
Ich will verführt werden, als wäre es das erste Mal. Kannst du dieses Szenario mit mir spielen?
Ja, und es ist eins der meistgefragten Szenarien. Wir vereinbaren, dass wir uns nicht kennen: getrennt in einer Hotelbar ankommen, ein Gespräch, das wirklich bei null beginnt, und nichts, was auf das vorgreift, was schon feststeht. Kein Zwinkern, kein eingeweihter Blick.
Du bestimmst, wie lange das dauert, bevor es kippt. Manche Frauen wollen eine halbe Stunde, andere einen ganzen Abend mit Essen dazwischen. Auch, dass es vielleicht gar nicht kippt, darf ein Ausgang sein.
Was es funktionieren lässt, ist, dass nichts bekannt ist. Keine Geschichte, keine Gewohnheit, kein Wissen, wie es ausgeht. Genau das, was sich zu Hause nach zwanzig Jahren nicht mehr herstellen lässt.
Ich traue mich kaum, meine Fantasie laut auszusprechen. Wie gebe ich mein Szenario durch?
Schreib es auf und schick es. Das darf per Nachricht sein, per Mail, in Stichworten oder als kleine Geschichte von drei Zeilen. Du musst es nie laut sagen, und wenn dir das lieber ist, komme ich im Gespräch danach nicht darauf zurück: dann weiß ich es einfach, und mehr passiert damit nicht.
Aufschreiben klappt aus demselben Grund, aus dem Reden schwierig ist. Du kannst es anpassen, weglegen und später schicken, in einem Moment, in dem niemand zusieht, wie du rot wirst.
Was du schickst, bewahre ich nicht auf. Nach der Verabredung ist es weg, und es bleibt nichts, was jemals jemand anderes lesen kann.
Was, wenn meine Fantasie zu extrem oder zu seltsam ist?
Alles kann besprochen werden, nichts muss. Die meisten Dinge kommen häufiger vor, als du denkst. Sprich es einfach offen an. Dann hörst du es direkt von mir, ohne Urteil. Es gibt Dinge, die ich nicht mache, und die nenne ich dann. Das ist keine Aussage über dich, das ist einfach nicht meine Seite.
In der Praxis passiert das selten. Was Frauen “zu extrem” nennen, ist nach fünfundzwanzig Jahren fast immer etwas, das ich schon öfter gehört habe, und meist ist es weniger selten, als sie dachte. Die Scham steckt im Aussprechen, nicht im Inhalt.
Und passt es nicht zu mir, dann verweise ich dich lieber weiter, als Ja zu etwas zu sagen, hinter dem ich nicht stehe. Das merkst du am Abend selbst ohnehin.
Kann ich ein bestimmtes Outfit oder ein Rollenspiel wünschen?
Ja, und das darf ganz konkret sein. Ein Anzug, eine Jeans, dieses eine Hemd, bei dem du etwas fühlst. Beim Szenario reicht es von “wir kennen uns nicht” bis zu einer ausgearbeiteten Geschichte mit einem Anfangsmoment, einem Ort und einem Anlass.
Schick es ruhig vorab in einer Nachricht. Je konkreter, desto besser funktioniert es: “etwas Ordentliches” liefert etwas anderes als “weißes Hemd, Ärmel hochgekrempelt”. Du musst dich dafür nicht rechtfertigen und ich frage nicht, woher es kommt.
Und willst du gerade, dass es mir überlassen wird, dann geht das auch. Dann hörst du bei deiner Ankunft, was es geworden ist.
Wie baust du über einen Abend Spannung auf, statt gleich zur Sache zu kommen?
Indem man in den Momenten verlangsamt, in denen man normalerweise weitermacht. Eine Hand, die etwas zu lange liegen bleibt. Ein Satz, der nicht zu Ende gebracht wird. Und dann einfach wieder über etwas anderes reden, als wäre nichts geschehen.
Der Effekt liegt im Aufschieben, nicht im Berühren. Wer sofort weitermacht, nimmt die Spannung raus, statt sie aufzubauen, und genau das geht zu Hause oft schief, wenn wenig Zeit ist.
Das setzt allerdings voraus, dass der Abend lang genug dauert. Zwei Stunden sind das Minimum, und ehrlich gesagt ist das für so einen Aufbau knapp. Ein langer Abend oder eine Übernachtung gibt dem Aufbau den Raum, der ihn wirken lässt.
Ich habe das Flirten total verlernt. Kannst du mir da wieder auf die Sprünge helfen?
Ja, und es ist weniger verlernt, als du denkst; es ist vor allem ungenutzt. Was meistens passiert, ist, dass du dich selbst beobachtest, während du dabei bist, und das macht jeden flirtenden Satz sofort unangenehm. Das ist ein Aufmerksamkeitsproblem, kein Talentproblem.
Was hilft, ist Üben an einem Ort, an dem es egal ist, wie es ausgeht. Es steht nichts auf dem Spiel, ich beurteile dich nicht, und wenn etwas ungeschickt gerät, lachen wir darüber und machen weiter.
Nach einer Stunde merken die meisten Frauen, dass es von allein zurückkommt. Es war noch da, es hat nur jahrelang niemand reagiert.
Wie lerne ich, wieder entspannt Spannung zu genießen, ohne mich anzustellen?
Indem du merkst, dass nichts von dir erwartet wird. Spannung wird erst unangenehm, wenn eine Verpflichtung daran hängt: dass du jetzt etwas tun musst, oder etwas fühlen musst, oder begeistert reagieren musst, weil der andere sich Mühe gibt.
Nimm diese Verpflichtung weg und was übrig bleibt, ist einfach angenehm. Das ist auch der Grund, warum das hier leichter geht als zu Hause: es gibt kein Morgen, in dem es etwas bedeutet, und niemand zählt mit, ob du genug zurückgegeben hast.
“Sich anstellen” ist übrigens fast immer eine Stimme von früher, nicht von jetzt. Fast jede, die hierherkommt, hat diesen Satz irgendwann von jemand anderem gehört.
Kann er nach der Feier noch bleiben, oder ist strikt an der Tür Schluss?
Das bestimmst du selbst, und du musst es vorher nicht sicher wissen. Wir können vereinbaren, dass der Abend endet, sobald du zu Hause bist, und wir können vereinbaren, dass Raum für mehr ist.
Das Einzige, was ich vorher wissen möchte, ist, welche der beiden Varianten dein Ausgangspunkt ist. Nicht, um dich festzulegen, sondern damit im Auto nach Hause keine unangenehme Stille entsteht, in der ihr beide überlegt, was der andere denkt.
Du darfst diesen Ausgangspunkt unterwegs ändern, in beide Richtungen. Was nicht funktioniert, ist, es ganz offenzulassen: Dann wird es genau im falschen Moment zum Thema.
Kann ich mehrere Gigolos oder eine weibliche Escort dazubuchen?
Ja, in Absprache. Willst du einen zweiten Gigolo dazu für einen Dreier mit zwei Männern, oder gerade eine weibliche Escort, dann organisiere ich das über Kollegen, mit denen ich öfter arbeite und von denen ich weiß, wie sie arbeiten.
Wir besprechen vorab genau, wer dazukommt, was deine Wünsche sind und wo deine Grenzen liegen. Dieses Gespräch ist bei drei Personen wichtiger als bei zwei, denn es gibt mehr Wege, auf denen ein Abend eine Richtung nehmen kann, die du nicht gemeint hast.
Rechne damit, dass eine zweite Person eigene Kosten mitbringt. Das hörst du vorab, mit dem Betrag dabei, und es kommt kein Paarzuschlag obendrauf.
Was ist ein schöner, aufregender Ausflug, um unsere Beziehung wieder auf Zack zu bringen?
Etwas, wovon ihr beide ein bisschen nervös werdet. Das ist eigentlich der einzige Maßstab, der funktioniert. Ein Ausflug, der sich sofort sicher anfühlt, bringt nichts auf Zack; dann ist es ein Abend aus.
In der Praxis läuft das oft darauf hinaus, das erste Mal zusammen irgendwo hinzukommen, wo ihr nicht selbstverständlich hingehört: ein Swingerclub, ein Abend mit jemandem dabei, ein Szenario, das ihr euch gemeinsam ausdenkt. Es geht nicht um die Handlung, sondern darum, dass ihr euch gemeinsam dafür entscheidet.
Am besten funktioniert etwas, worüber ihr vorher reden müsst. Dieses Gespräch ist meistens schon die Hälfte des Effekts.
