
Glossar
Kondomvertrag
Die Absprache, die ein Netzwerk gesund hält, solange alle sich daran halten.
Was ist ein Kondomvertrag?
Kondomvertrag ist eine Absprache innerhalb eines polyamoren oder non-monogamen Netzwerks darüber, wann ein Kondom oder ein anderes Barrieremittel verwendet wird und wann nicht, innerhalb und außerhalb der festen Beziehung. Der Begriff ist der Name, den die Gemeinschaft für das verwendet, was die Gesundheitsforschung negotiated safety oder ein sexual agreement nennt. Alle im Netzwerk halten sich an dieselbe Regel.
| Englischer Begriff | negotiated safety oder sexual agreement in der Gesundheitsliteratur. Kondomvertrag ist der Name, der in Poly- und BDSM-Kreisen üblich ist |
| Auch bekannt als | Kondom-Vertrag, Sicherheitsabsprache |
| Kategorie | ethische Non-Monogamie |
| Was er regelt | mit wem ein Kondom verwendet wird und mit wem nicht, und was darüber hinaus für den Rest des Netzwerks gilt |
| Wovon es abhängt | Ehrlichkeit. Eine verschwiegene Ausnahme untergräbt die Absprache für alle im Netzwerk |
Wie die Idee aufgebaut ist
Der Begriff selbst kommt aus der Gemeinschaft. Die zugrunde liegende Idee ist in der Forschung als negotiated safety beschrieben: Hoff und Beougher beschreiben das als Paare, die vereinbaren, monogam zu bleiben, oder, falls Sex mit anderen erlaubt ist, dabei beim Analsex immer ein Kondom zu verwenden oder Analsex mit anderen zu vermeiden. Ein Kondomvertrag überträgt dasselbe Prinzip auf ein Netzwerk von mehr als zwei Menschen.
Was er bringt und wovon er abhängt
Ein Kondomvertrag schafft Klarheit: alle wissen vorher, woran sie sind, solange die Absprache eingehalten wird. Die Kehrseite ist, dass es nur bei völliger Ehrlichkeit funktioniert. Ein Partner, der die Absprache einmal bricht, ohne es zu melden, gefährdet damit das ganze Netzwerk und nicht sich allein.
Quellen
- Sexual Agreements among Gay Male Couples. Hoff & Beougher, Archives of Sexual Behavior, 2008. Beschreibt negotiated safety als die Absprache von Paaren, monogam zu bleiben, oder andernfalls bei erlaubtem Sex mit anderen beim Analsex immer ein Kondom zu verwenden oder Analsex mit anderen zu vermeiden.
Verwandte Begriffe
Ein Kondomvertrag ist eine Absprache innerhalb der ethischen Non-Monogamie, dem breiteren Schirm für Beziehungsformen mit mehr als einem zustimmenden Partner.
- Ethische Non-Monogamie. Der Schirm, unter dem so eine Absprache meistens getroffen wird.
- Co-primär. Ein Status, der den Kreis, für den der Vertrag gilt, oft größer und komplizierter macht.
- Polyamorie. Die Beziehungsform, in der ein Kondomvertrag am häufigsten vereinbart wird.
Häufig gestellte Fragen
Was Menschen noch zum Kondomvertrag fragen.
Was ist ein Kondomvertrag?
Ein Kondomvertrag ist eine Absprache innerhalb eines non-monogamen Netzwerks darüber, wann ein Kondom verwendet wird und wann nicht, innerhalb und außerhalb der festen Beziehung. Alle im Netzwerk halten sich an dieselbe Regel.
Warum vereinbart man einen Kondomvertrag?
Ein Kondomvertrag schafft für alle im Netzwerk Klarheit, solange die Absprache ehrlich eingehalten wird. Eine verschwiegene Ausnahme untergräbt die Absprache für alle.
An wen kannst du dich mit Fragen zum Kondomvertrag wenden?
Bei Victor, Gigolo mit fünfundzwanzig Jahren Erfahrung im BDSM und einem Hintergrund als Psychotherapeut. Kondomgebrauch ist bei ihm Standard und nicht verhandelbar, deshalb passt ein Kondomvertrag genau zu der Art, wie er ohnehin arbeitet. Du kannst ihm unverbindlich eine Frage über das Kontaktformular stellen oder erst kostenlos chatten.
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Ich bin Victor. Kondomgebrauch ist bei mir Standard, deshalb passt ein Kondomvertrag genau zu der Art, wie ich arbeite. Stell deine Frage ruhig. Keine Verpflichtung, ich schreibe dir in Ruhe zurück.
