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Gigolo Tom: Buchrezension von 'Alias Tom'

Eine Buchrezension von ‘Alias Tom’
Ich lese nicht oft Bücher über mein eigenes Fach. Meistens steckt zu viel Fiktion drin, zu viel Getue, zu wenig von dem, was die Arbeit im Echten mit dir macht. ‘Alias Tom’ ist anders. Das Buch von Gigolo Tom fühlt sich an wie ein Gespräch an der Bar nach Feierabend, wenn das Getue abgefallen ist und jemand endlich erzählt, wie es wirklich läuft.
Das Wort Gigolo weckt bei den meisten sofort Bilder von Glamour, heimlichen Hotelzimmern, einem Leben ohne Folgen. Tom wischt diese Illusion in aller Ruhe vom Tisch. Was übrig bleibt, ist ehrlicher. Und interessanter als die Fantasie.
Wer ist Gigolo Tom
Tom ist ein Pseudonym, seit Jahren verbunden mit Diskretion und Feingefühl. Seine Klientel besteht vor allem aus erfolgreichen Frauen, deren Terminkalender voller ist als ihr Liebesleben. Frauen, die genau wissen, was sie wollen, und keine Lust auf die Umwege des Datens haben. In ‘Alias Tom’ lüftet er endlich einen Zipfel des Schleiers.
Kenne ich, übrigens. Auch meine Klientinnen sind selten die einsamen Klischees, an die man denkt. Es sind Frauen, die ihr Leben im Griff haben und sich bewusst für Aufmerksamkeit ohne Verpflichtungen entscheiden.
Was das Buch dir erzählt
Das Buch folgt Toms Leben in ein paar klaren Bewegungen. Zuerst seine Jugend: das Ringen mit dem, was von einem Mann erwartet wird, und wie er sich davon Schritt für Schritt löste. Dann die Arbeit selbst. Tom ist auffallend offen über die langen Abende, die Müdigkeit, die niemand sieht, und die Momente, in denen eine Begegnung plötzlich etwas Echtes wird statt bloß ein Job.
Der ergreifendste Teil handelt von Liebe. Tom zeigt, wie schwer es ist, selbst eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, wenn sich dein Beruf darum dreht, anderen Nähe zu geben. Kein Selbstmitleid. Einfach Ehrlichkeit. Das ist selten in diesem Genre.
Gegen Ende findet er so etwas wie Ruhe. Nicht, indem er die Arbeit aufgibt, sondern indem er sich mit dem versöhnt, was aus ihm geworden ist.
Warum Frauen sich bewusst für einen Gigolo entscheiden
Wo Tom und ich uns wirklich treffen, ist der Grund, warum Frauen das wählen. Es ist kein Notnagel. Es ist eine Entscheidung für Freiheit. Kein Urteil, kein Morgen danach, an dem du etwas erklären musst. Nur Aufmerksamkeit, genau so lange, wie es stimmt.
Das verlangt vom Mann auf der anderen Seite etwas mehr als Charme. Es verlangt, dass du zuhörst, bevor du berührst, und dass du ihre Wünsche ernst nimmst, ohne darüber zu urteilen. In meinem Fach nennt man das RACK: risikobewusst, einvernehmlich und immer mit Respekt füreinander. Tom schreibt nicht mit diesen Worten darüber, aber was er beschreibt, läuft auf dasselbe hinaus. Sicherheit und Hingabe können gut nebeneinander bestehen. Mehr noch: Das eine macht das andere überhaupt erst möglich.
Ein wachsendes Genre
‘Alias Tom’ steht nicht allein. Immer mehr Gigolos schreiben über ihr Leben, und das ist eine gute Nachricht. Jedes Buch gibt einem Beruf eine Stimme, der zu lange abgetan wurde als etwas, wofür man sich schämen müsste. Dabei geht es im Kern um etwas zutiefst Menschliches: Verbindung.
Für mich ist das der Kern dieses Berufs, und dieses Buchs. Nicht das Getue. Die Verbindung, die übrig bleibt, wenn du es weglässt.
Hast du Lust, selbst etwas davon zu erleben, ohne Getue und ohne Verpflichtungen? Schreib mir ruhig eine Nachricht über WhatsApp. Kein Druck, keine Erwartungen, ich schreibe dir in Ruhe zurück. Oder schau gleich, wie du mich als Gigolo buchen kannst. Suchst du vor allem aufrichtige Aufmerksamkeit und Nähe? Dann schau auch mal bei intimes Beisammensein vorbei.
