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Anna ist mit einem Gigolo verheiratet #2: das erste BDSM-Date

Ein erstes BDSM-Date mit einem Gigolo

Diese Kolumne erschien zuvor auf &C.

Jetzt, wo die Kinder mit ihrem Ex im Urlaub sind, hat Anna* ihr erstes Date mit Victor. Sie ist unglaublich nervös, aber fest entschlossen, ihre BDSM-Seite zu entdecken.

Es war Anfang Februar, aber ich saß mit feuchten Händen im Auto. Die ganze Fahrt über fragte ich mich, ob ich nicht einfach umdrehen und nach Hause fahren sollte. Ich parkte vor Victors Tür und ließ meinen Blick noch einmal über mein neues Outfit gleiten: ein langer Rock mit einem engen Top. Meine Kolleginnen hatten mich früher am Tag mit Komplimenten überhäuft. ‘Wow, du siehst heute richtig gut aus’, bekam ich mehrmals zu hören. Heimlich musste ich schmunzeln. Tja, ihr solltet mal wissen, was ich heute Abend vorhabe.

Ich nahm all meinen Mut zusammen, um aus dem Auto zu steigen und zu klingeln. Innerhalb weniger Sekunden öffnete ein attraktiver Mann. Er wirkte freundlich, ruhig, hatte aber auch eine ‘kräftige’ Ausstrahlung. Nicht der Typ, der sich etwas gefallen lässt. Zögernd stand ich vor seiner Tür. Gebe ich ihm die Hand? Oder einen Kuss? Die Anspannung war mir wohl vom Gesicht abzulesen, denn Victor nahm mich grinsend in die Arme. ‘Komm, wir gehen rein. Kurz aufs Sofa und ankommen.’ Einfach zur Ruhe kommen und gar nichts. Das klang gut. Mit einer Tasse Tee ließ ich mich aufs Sofa fallen, und langsam spürte ich, wie der Stress von mir abfiel. Victor und ich plauderten über alles Mögliche: über mein Interesse an BDSM, über die Scheidung und über unsere Arbeit. Ich glaube, ich hatte noch nie so schön und leicht mit jemandem geredet. Als eine Stille eintrat, beugte er sich vor und küsste mich. Erst etwas vorsichtig, dann intensiver.

Dann schickte er mich in sein Schlafzimmer, und meine Anspannung stieg wieder. Victor ist schon länger in der BDSM-Welt unterwegs und hatte einen ganzen Schrank voller Utensilien. Handschellen, Peitschen, Seile, Kerzen. Da lag alles Mögliche. Wir fingen vorsichtig an und vereinbarten ein Stoppwort. Fand ich etwas nicht schön oder zu intensiv? Dann konnten wir jederzeit aufhören. Victor benutzte verschiedene Peitschen und prüfte, wie jeder Schlag bei mir ankam. Fuck, das ist es, was ich vermisst hatte. Die Unsicherheiten über meinen Körper waren mit einem Schlag verschwunden. Verrückt, dass ich eine Mutter Mitte vierzig mit zwei Kindern bin und mein Körper nicht mehr aussieht wie der einer Zwanzigjährigen. Dieser Mann nahm jeden Zentimeter in sich auf und schien sich überhaupt nicht an einem Röllchen hier oder ein paar Dehnungsstreifen da zu stören.

Sex mit Victor fühlte sich unglaublich schön und sicher an, von so einem Einstieg hatte ich nur träumen können. Nach dem Sex war ich völlig weggetreten, ich war in einer Art Blase. Gegen den ursprünglichen Plan fiel ich in seinem Bett in einen tiefen Schlaf. Zu Hause wartete ja ohnehin niemand auf mich. Als ich am Morgen wieder nach Hause fuhr, machten wir aus, uns wiederzusehen. Zurück im Auto beschlich mich ein seltsames Gefühl: weißt du, ich würde jeder Frau Sex mit so einem feinen Mann gönnen, dachte ich bei mir.

Fortsetzung folgt.

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