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Ist einen Gigolo zu buchen Fremdgehen? So ist es wirklich

Ist einen Gigolo zu buchen Fremdgehen? Die Antwort hängt nicht davon ab, was passiert, sondern davon, wer es weiß. Fremdgehen ist per Definition etwas, das du hinter dem Rücken deines Partners tust. Passiert es mit seinem Wissen und seinem Einverständnis, dann ist es das nicht, so unangenehm das Wort auch weiter klingt.
Das ist die kurze Version. Was in der Praxis zählt, ist die Grauzone dazwischen, und darum geht es im Rest dieses Textes.
Warum die Handlung nicht die Grenze ist
Paare, die hier gut herauskommen, haben eines gemeinsam: Sie haben selbst bestimmt, wo ihre Grenze liegt, statt sie von außen zu übernehmen.
Für das eine Paar ist Küssen mit einer anderen Person die Grenze, und alles danach ist verhandelbar. Für das andere ist Sex in Ordnung, aber Verliebtheit die rote Linie. Bei einem dritten liegt die Grenze bei der Geheimhaltung und sonst nirgends.
Keine dieser drei ist objektiv richtiger. Was sie gemeinsam haben, ist, dass sie ausgesprochen wurden. Eine Grenze, die nie benannt wurde, wird erst in dem Moment sichtbar, in dem sie überschritten ist, und dann ist das Gespräch ein Streit.
Wo es schiefgeht: halbes Wissen
Die häufigste Situation ist weder Geheimhaltung noch volles Einverständnis. Es ist die Zwischenform.
“Er weiß, dass ich etwas mache, aber nicht was.” “Wir haben einmal darüber geredet, und es ist nie ein Nein geworden.” “Ich glaube, er ahnt es.”
Das ist keine Zustimmung. Das ist ein Aufschub desselben Gesprächs, mit dem zusätzlichen Problem, dass du dir inzwischen eingeredet hast, es sei geregelt. Wenn es später doch herauskommt, geht das Gespräch nicht mehr um das, was du getan hast, sondern darum, dass du dachtest, es sei erlaubt.
Eines ist wichtiger als alles andere: Ausdrücklich ist nicht dasselbe wie unangenehm. Das Gespräch ist kürzer, als du denkst, und es ist deutlich kürzer als die Version, die du bekommst, wenn du es aufschiebst.
Das Gespräch führen
Fang bei dem an, was du fühlen willst, nicht bei dem, was du tun willst. “Ich möchte mich mal wieder begehrt fühlen” öffnet etwas. “Ich will einen Gigolo buchen” ist ein Vorschlag, zu dem jemand Ja oder Nein sagen muss, und das macht aus dem einen einen Bittsteller und aus dem anderen einen Torwächter.
Sag auch dazu, was es nicht bedeutet: dass du nicht weg willst, dass du ihn nicht für ungenügend hältst, dass das neben eurem Leben steht. Das klingt überflüssig, und es ist der Teil, der das Gespräch rettet, denn das ist es, was der andere hört.
Und wähle deinen Moment. Nicht direkt nach dem Sex, nicht direkt vor dem Einschlafen und nicht, wenn ohnehin schon etwas anderes im Raum steht.
Wenn die Antwort Nein ist
Dann ist es Nein, und dann ist Weitermachen sehr wohl Fremdgehen. Das ist nicht moralisierend gemeint, es ist einfach, was das Wort bedeutet.
Was du dann hast, ist ein Unterschied darin, was ihr wollt, und das ist ein echtes Problem, das du mit einem echten Gespräch lösen musst. Manchmal mit Hilfe. Was du auf keinen Fall löst, indem du es außer Haus regelst, ist der Grund, warum du es wolltest.
Wenn die Antwort Ja ist
Dann beginnt etwas, das mehr verlangt als Geheimhaltung. Betrug verlangt nur Schweigen, das hier verlangt Absprachen.
Was passiert und was nicht. Ob er dabei ist oder nicht. Ob du hinterher davon erzählst, und wie ausführlich. Ob es einmalig ist oder nicht. Was passiert, wenn einer von euch mittendrin bereut.
Diese Absprachen sind nicht romantisch, und das müssen sie nicht sein. Sie sind da, damit während und nach der Begegnung nicht verhandelt werden muss, genau in dem Moment, in dem Verhandeln am schlechtesten läuft.
Was ich dabei tue
Ich frage im Vorgespräch danach, auch wenn niemand davon anfängt. Weiß dein Partner davon, und will er es? Das sind zwei verschiedene Fragen, und ich stelle sie beide.
Merke ich, dass die Antwort nicht stimmt, dann sage ich das. Nicht aus Moral, sondern aus Erfahrung: Wer eigentlich nicht will, ist am Abend selbst sichtbar, und dann hat niemand etwas davon. Das ist einer der wenigen Gründe, aus denen ich eine Buchung nicht annehme.
Was Paare in der Praxis daraus mitnehmen
Das Überraschende ist, dass das Gespräch oft mehr bewirkt als der Abend.
Viele Paare reden im Vorfeld offener als seit Monaten: darüber, was sie vermissen und wovor sie Angst haben. Dieses Gespräch wäre ohne Anlass nie gekommen, und es bleibt bestehen, auch wenn die Buchung am Ende nicht zustande kommt.
Wie so ein Treffen konkret abläuft, steht bei Paare. Und wenn dich vor allem die Frage umtreibt, ob es verrückt ist, überhaupt darüber nachzudenken: Das ist es nicht, und dazu steht mehr bei Zweifelst du noch?.
