
Sinnlich: genießen mit allen Sinnen
Sinnlich sein heißt nicht schnell oder viel. Es heißt fühlen. Eine Berührung, die sich Zeit nimmt, Haut und Wärme, das Genießen mit allem, was deine Sinne dir bieten. Langsam also, ohne irgendwohin zu müssen.
Was bedeutet sinnlich sein?
Sinnlich zu sein heißt, dass du mit deinem ganzen Körper aufmerksam bist, statt geradewegs auf einen Endpunkt zuzusteuern. Ein Finger, der langsam über deinen Rücken gleitet. Der Geruch der Haut eines anderen ganz nah bei dir. Eine Stimme dicht an deinem Ohr.
Es sind die kleinen Dinge, die du sonst verpasst, weil du zu schnell von A nach B willst. Gerade darin liegt der Reichtum, den die meisten überspringen.
Warum wirkt sinnliche Berührung so intensiv?
Weil langsam sich als intensiver erweist. Wenn du die Eile herausnimmst, wird jede Berührung größer. Du spürst Dinge, an denen du sonst achtlos vorbeigehst, und dein Nervensystem schaltet von hektisch auf ruhig, wodurch du viel mehr von dem aufnimmst, was geschieht, statt in Gedanken schon zum Nächsten zu springen.
Der Gewinn liegt auch in der Verbindung. Wer sich Zeit nimmt, kommt dem anderen näher, achtet auf Reaktionen, auf einen Seufzer oder einen Schauer, und stimmt sich darauf ab. Das macht Sinnlichkeit so schön für Paare, die einander schon Jahre kennen. Plötzlich entdeckst du wieder etwas Neues an einem Körper, von dem du dachtest, du kenntest ihn auswendig, und Aufmerksamkeit fühlt sich an wie ein Geschenk.
Wie erlebst du Sinnlichkeit mit allen Sinnen?
Hier schreibe ich über die sinnliche Seite der Intimität, darüber, wie du mit deinen Sinnen genießt. Und vor allem, wie Berührung ohne Eile alles tiefer fühlen lässt, auch wenn du denkst, dass du dafür keine Zeit hast.
